The Wire, Nov 95

Notes, May 96
German
Intro, Feb 96
German

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Total running time: 75 minutes
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Auntie Horror Film
Now I See It All ADOR797 1995 D.O.R
Pagan Dusk
5:39
      On An Arab Trip
2:43
      Now I See It All
3:19
      Breath Of Jungle
3:08
      Asuncion Central: wallachia mix
7:44
      Jemtez Plateau: prussian blue mix
4:45
      The Philosophical Joke
3:02
      Roger's Chicken
4:03
      Sardinian Sunrise
3:58
      Djinn Palace
5:19
      Gondwanaland
3:47
      Asuncion Central: kama loka mix
6:39
      Jemtez Plateau: amina dub mix
6:29
      Ziggurat
7:59
      Trash Edit 7:16
The Wire, November 1995
These are sonic embroideries - instrumentals created by stitching loops, samples and beats into a musical quilt. The loops are often dark and gritty, but offset by upbeat drum patterns. Here a snatch of Arab string orchestra, there a pinch of Indian vocalist, plus the occasional cinema voice saying 'You understand nothing', or a cockney swearing into his pint. The results are menacing and theatrical, a kind of English mystery kitsch....
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Notes, May 1996 Wk
Hinter dem Projekt mit dem merkwürdigen Namen Auntie Horror Film steckt niemand Geringeres als Hamid, der Drummer der Kultband Transglobal Underground. Hamid lässt hier seinen musikalischen Obsessionen freien Lauf, Now I See It All geht in seiner Konsequenz noch wesentlich weiter als Transglobal Underground. Ausgehend von ambienten Techomustern öffnet sich das Ein-Mann-Projekt weit in alle Richtungen, wir finden herrlich in die diffizile bis monotone Rhythmik eingepasste Samples aus aller Herren Länder. Es gibt den sitarähnlich klingenden Endlosloop genauso, wie die in die nicht endende Schleife verbannte Maultrommel, fremdartige Sprachsamples wehen durch die soundtrackartig aufgebauten Tracks, eine merkwürdig vershrobene Orgel verbindet sich mit in pure Rhythmik verwandeltern Atemgeräuschen, nackter Rhythmus geht eine Liaison ein mit fernöstlich anmuteneden, fremdartig klingenden Mustern, es ist schon so merkwürdig wie es faszinierend ist ... Auntie Horror Film führt uns in HörLandschaften, die kein menschliches Ohr bisher betreten hat, in tranceartigen, hypnotischen, weiten Räumen hören wir etwa von fern den Imam die Gläubigen zum Gebet rufen. Was wir hier erleben können, sind regelrechte kleine HörAbenteuer und Exkursionen in unbekannte akustische Welten voller fremder Geräusche, voller unbekannter Wesen und doch voller bekannter Klänge, die von dem Soundhexer Hamid allerdings immer wieder in neue Zusammenhänge gestellt werden. Der wagemutige Musikliebhaber kann sich hier von Auntie Horror Film auf eine 76minütige Reise einladen lassen, die in unbekannte Weiten und nie zuvor gesehene Landstriche führt - wir wünschen einen guten Flug!
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Intro, February 1996 Daniel Karg
Die christlichen Religionen haben versagt.Dies dürfte zur Jahrtausendwende feststehen, wenn man den Gang der Geschichte analysiert. Der fundamentalistisch vertretene Alleinigkeitsanspruch hat keinen Sinn mehr, hilft nur wenigen, während die Masse durch das Netz fällt, ohne aufgefangen zu werden. Zum einen kann man darauf reagieren, indem man den Institutionen den Rücken kehrt, das spart in Deutschland zumindest Geld, andererseits besteht die Möglichkeit, sowohl politisch als auch kulturell eine Umorientierung voranzutreiben die einer breiten Masse von Menschen Rückhalt bieten kann. Vermischen wir altes mit neuem Wissen, westliche mit östlichen Philosophien, ziehen wir aus allen nur die Essenzen und bringen wir es fertig, starre Betonköpfe zu Liberalen zu erziehen, dann kann sie funktionieren, die ethnisch gemischte Multikulti-Welt. Ein Jahrmarkt der Gedanken, Hautfarben und Klänge würde entstehen und der erste Teil plätschert gerade durch meine Boxen. TRANSGLOBAL UNDERGROUNDs Drummer Hamid hat mit AUNTIE HORROR FILN ein neues Projekt ins Leben gerufen, welches nach dem Gang durch die komplizierten Wege der Erkenntnis die Geschichte der Menschheit neu erzählt "Now I See It All" ist nicht nur plumpe Bewusstseinserweiterung, es ist real.
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